
Mehr als 40 Mitwirkende beim Schwammtag im Q1
Ein voller Erfolg war der „Schwammtag“ im Stadtteilzentrum Q1. Mehr als 40 Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner trafen sich am 26. Mai 2026 am Haus für Kultur, Religionen und Soziales Q1, um gemeinsam etwas für ein besseres Stadtklima in Bochum zu tun. Generationenübergreifend packten alle kräftig mit an und konnten am Ende stolz auf das Ergebnis sein: Unter anderem wurde der Boden in drei Beeten rund um die Einrichtung aufbereitet und neu bepflanzt. Zusätzlich wurde ein großer Wassertank aufgestellt, der mit einem Rankgerüst eingekleidet wurde. Der Tank sorgt dafür, dass die Pflanzen künftig bei Hitzeperioden mit Regenwasser versorgt werden können. Demnächst können die Kinder und Jugendlichen des Jugendtreffs „Kitt´5ive“und der KiTa Kindervilla Pfiffikus am Q1 in einem der neubepflanzten Beete Blaubeeren pflücken.
An dem Schwammtag haben sich Teilnehmende des Nachbarschaftscafés, der Kreativwerkstatt Q1, interessierte Anwohnende, Kinder aus der Nachbarschaft, sowie Stadtteilkoordinator Sebastian Mehring in lockerer Atmosphäre beteiligt. Die Teilnehmenden des Workshops konnten mit der Aktion selbst erfahren, warum es wichtig ist, dass Regenwasser versickert oder gesammelt wird. Der Boden übernimmt dabei die Funktion eines Schwamms – damit das Wasser aufgesogen und gespeichert werden kann. Die vielen neuen Pflanzen begrünen den beliebten Innenhof und sorgen zukünftig an heißen Sommertagen für ein kühleres Klima.
Hinter Konzeption und Leitung des Schwammtags steckt die Expertise des gemeinnützigen Vereins die Urbanisten, der sich auf nachhaltige und kooperative Stadtentwicklung spezialisiert hat. Bereits im April hatten sie zu einem Planungsworkshop des Schwammtags eingeladen, der den Grundstein für eine niederschwellige und handlungsorientierte Auseinandersetzung mit Themen rund um Regenwasser, Klima und Stadtgrün legte.
Der Schwammtag und Planungsworkshop fanden im Rahmen der Umweltbildung des Förderprogramms KRiS im Gestaltungsraum Innenstadt Süd-West statt. Ziel des Förderprogramms „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ ist die Abkopplung von Regenwasser von der Mischkanalisation, um so die spürbaren Folgen des Klimawandels abzumildern und Schäden beispielsweise durch Hochwasser oder starke Hitze zu vermeiden. Der Stadtteil Innenstadt Süd-West ist einer von drei ausgewiesenen KRiS-Gestaltungsräumen, in denen auch die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich am Umbau von Bochum zur Schwammstadt zu beteiligen
(Pressetext: Stadt Bochum / Bilder: Eigene Bilder)